Wir sind auf dem Faltcaravan gekommen

Wir sind ja nun seit viel Jahren am Campen, erst in Erst in Mobilehomes, dann in gemieteten fest stehenden Zelt, und seit 2 Jahren mit unserem Tunnelzelt. Und so haben wir 2020 das nächste Kapitel im Sachen Camping aufgeschlagen.
Wir haben einen Faltcaravan geholt. Einen Trigano Navajo

Warum haben wir gewechselt?

  • Luftbetten / Matratzen sind einfach nix für uns. Wenn sich einer von im Bett gedreht hat oder mal zum WC musste, wurde der andere entweder hochgeschleudert und war plötzlich fast auf den Boden gesunken. Auch hatten die Luftbetten die doofe Angewohnheit, irgendwann undicht zu werden. 2019 sind wir dann schon auf einzelne Luftmatratzen (also jeder seine eigene) umgestiegen, aber mit meiner Bandscheibe war das trotzdem alles andere als bequem.
  • Das Nylon Tunnelzelt ist nicht wirklich für viel Regen, Kälte oder Hitze ausgelegt.
    Zu Pfingsten haben wir bei +10° im Schlafsack gefroren, im Sommer ist uns im Vorzelt alles weg geschmolzen, und nach nach einer heftigen Gewitternacht tropfte morgens Wasser rein.

Warum kein Wohnwagen?

Wir waren im Herbst 2019 auf der Caravan Saloon Düsseldorf, mit dem Ziel, uns verschiedene Wohnungen anzuschauen und zu entscheiden, nach welchen Modell wir bei Kleinanzeigen / mobile.de schauen wollen. Nachdem wir um die 15 Modelle besichtigt hatten kamen wir zu 2 Erkenntnissen

  • Leichte Wohnwagen bis 1000kg sind viel zu Eng für 4 Personen.
  • Wohnwagen mit genügend Wohngröße liegen ohne Zuladung schon bei 1300kg, und mehr können wir mit unserem Auto nicht ziehen (1,2l Benziner mit 105PS)
  • Außerdem fehlt uns ein Abstellplatz zu Hause

Was ist ein Faltcaravan

Ein Faltcaravan ist quasi ein (meist Baumwoll)-Zelt auf einem Anhängerfahrgestell. Aber ein Falti hat gegenüber einen Wohnanhänger einige Vorzüge.

  • geringes Gewicht (die beginnen bei 400 kg leer, und Zuladung nochmal 250kg)
  • geringe Größe. Dadurch können wir dem zu einem auf den Vorgarten parken und müssen keinen Abstellplatz mieten
  • Durch die Geringe Größe läuft der Falti im Windschatten vom Wagen mit = kein extremer Mehrverbrauch an Sprit. Auf grader Strecke (A31 Oberhausen Richtung Emden zum Beispiel) hatte ich keine 0,2l Mehrverbrauch zu sonst. Außer man hat die Fahrräder noch hinten stehend montiert, nach Bayern hin waren es dann 2,5l mehr
  • Geringe Unterhaltskosten. Durch das Geringe Gewicht kostet er kaum Steuern (650kg = 22 Euro). Dazu gibt es recht günstige Kaskoversicherungen. Und man benötigt keine Gasprüfung. Nur alle 6 Jahre neue Reifen falls man die 100km/h Zulassung erhalten will
  • Super Raumklima, weil atmungsaktiver Baumwollstoff statt Nylon (es gibt auch Modelle mit Mischgewebe)
  • Mehr Wohnraum im Vergleich zu Zelt oder Wohnwagen (wir haben z.B 25m²)
  • Variabler Aufbau (nur Schlafwagen, mit Vorzelt, mit Sonnensegel, mit Vorzelt und Sonnensegel, Einhängekabinen für zus. Gäste etc.)
  • Wir können die Seiten variabel öffnen und super lüften
  • 2 Richtige Betten (je 160x200cm) mit Lattenrosten und Kaltschaum-Matratzen
  • Man kann viel vom Gepäck auf dem Hänger transportieren. Wir haben das Vorzelt und Sonnensegel inklusive Gestänge drauf, 2 Küchenschranke, 4 Campingstühle, 1 Esstisch, Gaskocher, Besteck und Geschirr, Beleuchtung, Heringe, Stromkabel, Keile und die 5kg Gasflasche
  • Und oben drauf kann man noch die Fahrräder packen